01.03.2017

Bäckermeister Jörg Zimmer übergibt Geschäfte an Sohn Denis

Geesthacht (kr) - Seit Kindesbeinen an ist Jörg Zimmer mit der Bäckerei verbunden, denn das Familien­unternehmen gibt es schon seit vielen Generationen. »Wir können die Firmengeschichte auf knapp 300 Jahre zurück verfolgen. Die Geesthachter werden schon seit 125 Jahren mit Broten, Brötchen und Kuchen von der Familie Zimmer versorgt«, erinnert sich der Firmenchef.

Nun ist für den 65-jährigen Bäcker­meister die Zeit gekommen, das Geschäft an seinen 32 jährigen Sohn Denis zu übergeben. »Seit Januar 2017 führt mein Sohn Denis schon die Geschäfte, ich werde ihm aber natürlich noch wenn er es möchte mit Rat und Tat zur Verfügung stehen«, so Jörg Zimmer. »Wir sind heute ein Betrieb mit knapp 200 Mitarbeitern und 25 Verkaufs­stellen. Besonders stolz bin ich bei der Größe des Betriebes, keine Industrie, sondern ein Handwerksbetrieb mit traditioneller Produktion, die den Geschmack und das Aroma bewahrt, geschaffen zu haben.

Das schließt natürlich moderne Technik nicht aus, sondern verlangt den Einsatz von modernen, hygienischen Maschinen und Verwiegetechniken. Dadurch gewinnen wir Zeit für die handwerkliche Fertigung, auf die es für mich immer noch ankommt. Somit kann auf Teig-Vormischungen und zugekaufte Produkte verzichtet werden, die kleine Betriebe mit wenig Personal häufig praktizieren, um eine Produktvielfalt bieten zu können«, erklärt Jörg Zimmer, der sich nach Lehre, Marine, Meisterprüfung und Studium im Jahr 1976 selbstständig machte. Im Jahr 1982 wurden der eigene und der väterliche Betrieb zusammengelegt und die Bäckerei Zimmer GmbH gegründet.

 

Um mit dem Geschäft überlebensfähig zu bleiben, wurde damals viel in das Umland expandiert. »Dies bedeutete natürlich auch immer viel Arbeit und wenig Zeit für die Familie, Freunde und für mich selbst. Dies möchte ich nun nachholen und vor allem viel Zeit mit meinen beiden Enkelkindern verbringen«, verrät der Vater von fünf Kindern und Großvater von zwei Enkelkindern. Aber auch für mehr Sport und Engagement in der Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht bleibe nunmehr Zeit.

»An dieser Stelle möchte ich meinen Mitarbeitern noch einmal von Herzen danken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Aber auch unseren vielen Stammkunden möchte ich bei diesem Abschied nicht vergessen, denn ohne sie wäre der Unternehmenserfolg nicht möglich gewesen.«

Aus diesem Grund gibt der Geesthachter, der im Ortsteil Grünhof heimisch geworden ist, in den kommenden zwei Wochen etwas für die Kunden aus. »In unsere Filiale in der Bergedorfer Straße verkaufen wir dann vom 1. bis 14. März den Pott Kaffee für nur 90 Cent. An vielen Vormittagen werde ich dann auch persönlich mit im Geschäft zu finden sein und für Gespräche und Fragen ansprechbar sein«, meint Jörg Zimmer.

 

Geesthachter Anzeiger · Foto und Text: Redakteurin Katharina Richter